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Konzert in Nortorf am 29.08.26

 

 

Zum ersten Mal werden wir heute in der St.-Martinskirche in Nortorf singen. Als ich mit meiner Mitfahrerin zeitig in der Kirche ankomme, läuft gerade der Soundcheck. Als wir uns später unterhalten, fällt sofort auf, dass es in der Kirche sehr hallt. Ich muss sofort an unsere vielen Konzerte in der Klosterkirche in Cismar denken, in der die Akustik auch nicht einfach war.

Wir singen uns u.a. mit Mary did you know ein.

Heute beginnt das Konzert schon etwas früher als sonst, nämlich um 18:10, direkt nach dem 18-Uhr-Geläut.

Wie gewohnt beginnen wir mit Sing a new song, während der Chor in die Kirche einzieht. Anschließend begrüßt uns der Kirchenmusiker und freut sich über die volle Kirche. „Worüber ich mich aber noch mehr freue“, meint er, „ist eine volle Kirche, in der gesungen wird.“ Ja, dafür wollen wir heute sorgen!

Jetzt begrüßt Gaby G. das Publikum im Namen von Gospelboat und erzählt, dass sie diese beeindruckende Kirche schon oft fotografiert hätte und dabei der Wunsch entstanden sei, hier zu singen. Sie kündigt auch gleich das nächste Stück Michael row the boat ashore an und ermutigt das Publikum zum Mitsingen. Wir wollen beginnen, doch das Klavier ist leider nicht zu hören. Heiko winkt ab und Lukas, einer unserer Techniker, kommt nach vorn und überprüft die Kabel zum Klavier. Schließlich hören wir Töne und beginnen erneut mit dem Stück. Was für ein Start, denke ich.

Beate übernimmt die Ansage für die nächsten Songs. Sie erzählt, dass es mit dem Mitsingen bei Afrikansk bön etwas schwierig sein könnte, da es sich um ein afrikanisches Gebet auf Schwedisch handeln würde, worüber sich unsere ZuhörerInnen amüsieren. Anschließend folgt We wiggle. Beide Stücke sind noch nicht lange im Repertoire, klappen sehr gut und erzeugen freundlichen Applaus.

Wir merken aber schon, dass die Akustik der Kirche schwierig ist, so dass wir uns selbst kaum hören können. Einiges klingt anders als gewohnt.

Jetzt bin ich dran mit meiner Ansage und berichte, dass ich Lord I lift Your name on high sehr mag, da es sich um ein harmonisches und auch hoffnungsvolles Stück handelt. Bei diesem Stück ist die Band sich nicht einig, was das Tempo angeht und ich setze an einer Stelle zu früh ein. Es fällt zum Glück wohl insgesamt nicht auf.

Als Angelika später in ihrer Ansage sagt, dass Jesus hier war, um uns die Liebe Gottes nahezubringen, fällt mir auf, dass ich das so noch nie gesehen habe. Es folgt eins meiner Lieblingsstücke I heard the voice of Jesus, was sich durch den Wechsel von getragenen und kraftvolleren Phasen auszeichnet. Ich finde, es hat etwas Meditatives. Danach singen wir Mary did you know. Das Publikum ist begeistert.

Daniela spricht jetzt über sinnvolle Wünsche und leitet damit zu May you always have a song über. Davon, dass mit Abstand vieles oft ganz anders wirkt, handelt das anschließende From a distance.

So geht es weiter im Programm und läuft gut. Nur bei We are going down Jordan setzt die Pianistin ein, bevor der Solist vorn ist. Er legt zwar einen Sprint zum Mikro hin, aber für seinen ersten Einsatz ist es zu spät. Schließlich beginnen wir von vorn.

Ja, heute werden wir unseren eigenen Ansprüchen nicht ganz gerecht. Dem Publikum scheint es nichts auszumachen, die Stimmung ist gut. Ich sehe eine Frau in den ersten Reihen immer wieder begeistert mitsingen.

Langsam nähern wir uns dem Ende des Konzerts. Gaby G. kündigt schließlich das letzte Stück How I got over an und erzählt, dass wir dies nach einem Besuch eines schwedischen Chores in unser Repertoire aufgenommen haben. „Musik verbindet“, fügt sie hinzu und geht dann kurz auf das aktuelle Weltgeschehen ein. Am Ende gibt sie der Hoffnung Ausdruck, dass wir dem mit unserer Musik etwas entfliehen konnten.

How I got over läuft gewohnt schwungvoll, und anschließend erklingt erneut die Begeisterung des Publikums in Form von Applaus. Der Kirchenmusiker kommt erneut nach vorn und bedankt sich. Heiko, unser Chorleiter, sagt anschließend, dass es Spaß gemacht hätte, gemeinsam mit dem Publikum zu singen.

Den Wunsch nach einer bzw. zwei Zugaben kommen wir mittels Yes, I´m coming home und Born again gerne nach.

Der Abend endet für viele von uns in einem italienischen Restaurant in der Nähe. Unsere Mitsängerin, die nach dem Konzert CDs verkauft hat, berichtet von begeisterten Rückmeldungen seitens der ZuhörerInnen. Insgesamt somit ein gelungener Abend.

Gaby von der Heydt